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Die neue Macht des Verbrauchers

Internet bietet Verbrauchern immer mehr Möglichkeiten zur Bewertung + Diskussion von Produkten

Unternehmen sehen sich mit wachsender Bedeutung von Informationsforen und Online-Bewertungsportalen konfrontiert / Bundesministerin eröffnet die “Bamberger Verbraucherrechtstage”

Unternehmen müssen sich nach Einschätzung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner darauf einstellen, dass ihre Produkte und Dienstleistungen im Internet wesentlich kontroverser diskutiert und kritischer durchleuchtet werden als bisher. „Früher haben sich die meisten Internet-Nutzer darauf beschränkt zu lesen, zu kaufen und zu buchen. Heute nutzen immer mehr Verbraucher die zahllosen Möglichkeiten, Produkte und Leistungen kritisch zu bewerten und zu kommentieren. Bewertungsportale und Informationsforen werden weiter an Bedeutung gewinnen. Nirgendwo wird die neue Macht des Verbrauchers so deutlich wie im Netz.

Die Internetnutzer konsumieren nicht mehr nur, sondern sie bringen selbst Inhalte ein. Kein Unternehmen kann es sich leisten, diese Entwicklung zu ignorieren“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Montagabend bei der Eröffnung der „Bamberger Verbraucherrechtstage“, die vom BMELV organisiert und gefördert werden.

Aigner appellierte an die Wirtschaft, sich dieser Entwicklung zu stellen und sie offen mitzugestalten: „Verbraucher honorieren Transparenz und Information. Moderne Unternehmen wissen das Netz nicht nur als Verkaufskanal zu nutzen, sondern auch als Diskussions- und Kommunikationsplattform.“ Die Bundesministerin verwies auf den erfolgreichen Start des vom Bundesverbraucherministerium geförderten Internetportals „Lebensmittelklarheit.de“, das die Verbraucherzentralen betreiben. Bereits 100 Tage nach dem Start des Portals waren mehr als 3800 Meldungen von Konsumenten eingegangen. „Viele Firmen, die das Projekt anfangs noch kritisiert hatten, nutzen jetzt die Chance zur Kommunikation mit kritischen Kunden und gehen auf ihre Anregungen ein.“

Nie zuvor seien Einkauf, Produktbewertung, Information und auch Kommunikation über Produkte so eng miteinander verknüpft gewesen wie mit der Entwicklung des „Web 2.0“, sagte Aigner. Das setze aber auch volle Transparenz und ehrliche Informationspolitik auf Seiten der Unternehmen voraus. „Hier sehe ich für Unternehmen eine Riesenchance. Denn der Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern zahlt sich aus“, so die Bundesministerin.

geschrieben von food-monitor/BMELV am 14.01.2012 um 12:25 Uhr.


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